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ereignis des tages:
der postmann war schon wieder da. zweimal!!! leider war ich zwecks verhinderung etwaiger weiterer flirtversuche brav in der uni, sodass wir uns wie geplant verpasst haben.
und er hat auch was mitgebracht. osterschoki von mama. und meine neue PASTAMASCHINE. klingt abenteuerlich. wird allerdings zweckentfremdet nicht für nudeln verwendet. nein, sondern für etwas ganz besonderes, das in den nächsten tagen noch zu sehen sein wird.

erkenntnis des tages:
manchmal schmeckt gekaufte kirschmarmelade doch besser als die von mama. auch wenn reuegefühle den spaß verderben.

lied des tages:
son of a preacher man (dusty springfield) ... ist es etwa ein klischee, wenn sich ein katholischer theologe in die tochter eines evangelischen pastors verliebt?

16.4.09 18:53, kommentieren

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geschichte des tages:
der postmann fragt doch heute tatsächlich "sagen sie mal, haben sie mal auf der frankfurter gewohnt?" ... und grinst. wusste gar nicht, dass ich soooooooo viele pakete bekomme. vielleicht sollte doch nicht mehr mama für mich einkaufen ... :D

lied des tages:
"... jetzt weiß ich langsam, was ich an dir haben
denn du hast diese ganz besondre gabe
an der ich mich wie picasso an der farbe
labe ..."
(lalelilolu von bodo wartke)

die gute tat des tages:
mama angerufen.

15.4.09 18:41, kommentieren

freude über freude

In diesem Text geht es um viel Alkohol ... allerdings finde ich dies sehr gerechtfertigt. Schließlich war Alkohol teil meines Fastenversprechens, ebenso Teil meines zwecks Vergessens-Partys aufgelösten Versprechens und vorzeitigen Fastenbrechens und ebenso Teil meiner Verlust-Bewältigungspraxis ... geholfen hat er nicht besonders viel, aber so soll er nun - der Vollständigkeit halber - auch Teil der Feier eines freudigen Anlasses sein. ALkohol konserviert ja bekanntlich ... Lasst uns trinken auf den wiedergekehrten Dieb meines Herzens!

He! Freunde reißt ein Bierfaß auf,
ich geb' eins aus, macht einen drauf,
er ist zu mir zurückgekommen!
Vergessen ist, was gestern war,
bis auf ein Büschel graues Haar
er ist zu mir zurückgekommen.

Holt meine Widersacher rein,
selbst die soll'n bei der Feier sein
er ist zu mir zurückgekommen!

He! Schankwirt, her mit Schnaps und Bier,
für meine Freunde, die mit mir
die Auferstehung feiern wollen.
Das soll heut' ein Besäufnis sein,
so schwarz, daß eure Kinderlein
einst noch davon erzählen sollen.

Dabei hatte ich gestern Nacht
den dicken Schlußstrich schon gemacht
und mich schon selber aufgegeben.

Ich finst'rer Heide mach mich ran,
zünd Kerzen in den Kirchen an,
Er ist zu mir zurückgekommen!
Bestech' die Küster, bis sie woll'n,
daß alle Glocken läuten soll'n:
ER ist zu mir zurückgekommen!

Ob Bier, ob purer Alkohol,
nehmt euer Glas, trinkt auf sein Wohl,
er ist zu mir zurückgekommen!

mit herzlichem Dank an Reinhard Mey für seinen passenden Text und Erich Fromm für sein passendes Buch, das erheblichen Anteil an dem freudigen Ereignis hatte

18.3.09 18:25, kommentieren

du und ich

„Bei dir habe ich immer damit gerechnet zu stolpern. Weil deine Hand mich so oft nicht gehalten hat. Sondern manchmal sogar gestoßen. Ich habe mir Knie und Ellenbogen verbunden. Viele Male. Du hast lange Zeit nur Narben auf meiner Haut hinterlassen. Weil du gerade selbst gewankt bist, als ich wegen dir ins Stolpern geraten bin. Und auch wenn meine Hände verwundet waren, habe ich sie dir trotzdem gereicht, wenn du ins Taumeln gerietest. Konnte dich nicht fallen lassen, du hättest mich migerissen. Standen wir doch auf dem selben Fleck, war ich doch das Herz und du die Seele.

Als sich plötzlich alles geändert hat, habe ich schon nicht mehr daran geglaubt. Hatte den Zauber vergessen, der da mal gewesen war, und hatte es endlich doch einmal geschafft, heimlich rückwärts zu gehen. Ich war auf dem besten Weg dahin, dir nicht mehr auf den Füßen zu stehen.
Dann hast du nach mir gerufen.
Und weil wir ja Freunde waren, habe ich mich umgedreht.

Ich habe die Tränen weggeküsst, die andere verursacht haben. Und du hast dafür deine Hand auf mein Herz gelegt, bis es nicht mehr so aufgeregt war. Zum ersten Mal habe ich geglaubt, dass wir es doch noch lernen, den anderen zu sehen. Dass sich dein Bild scharf stellt auf meiner Linse.
Nächtelang haben uns unsere Worte in den Schlaf getanzt und dein Mosaikbild in meinem Kopf hat sich langsam vervollständigt. Bin in deinen Kreis getreten und du in meinen, Herz und Seele verbunden. Wir haben uns gegenseitig aufgefangen, in dem Netz aus Berührungen, dass wir füreinander gesponnen hatten, und ich habe manchmal sogar die Augen geschlossen für einen kleinen Moment.

Eigentlich weiß ich nicht was passiert ist seitdem. Ich kann nur spekulieren, dass du dich wohl doch dazu entschieden hast, mir nicht deine Augenlider zu zeigen, sondern sie offen zu halten, um nicht zu stolpern über meine Füße. Deswegen hast du losgelassen, immer wieder. Aber die letzte Konsequenz war nicht mehr das Auffangen. Du wolltest mich fallen lassen, bevor die Fallhöhe zu groß wurde. Bevor aus aufgeschürften Knien gebrochene Knochen werden.

Jetzt fehlt mir ein Stück Herz und dir vielleicht auch. Ich kann noch nicht sagen, ob ich "danke für den Großmut" sagen soll ... oder "mach doch endlich mal deine Augen zu".

(Dank an Danaea)

15.3.09 22:00, kommentieren

wechseljahre

noch fünf tage bis zum 21. geburtstag...
gehen wir mal männlich an die sache ran. also mathematisch. einundzwanzig ist ja nun mal keine primzahl, also teilbar. durch drei zum beispiel. dann hätten wir sieben. abgesehen davon, dass es sowohl sieben todsünden als auch sieben kardinaltugenden gibt, besitzt die sieben auch eine weibliche bedeutung ...
also weiblich gesehen, esoterisch betrachtet, von biologen dementiert: "Es heißt, ALLE Zellen eines Menschen erneuern sich alle sieben Jahre, auch wirkt sich das auf die Psyche aus, man sieht alles alle sieben jahre mit anderen Augen, macht soziale Veränderungen durch, emotional genauso."

worauf muss ich einstellen? haarausfall? pigmentveränderung? typveränderung? und das alles über nacht?
oh nein, was nun? muss ich mein zimmer neu streichen? mir neue freunde suchen? meine klamottenstil ändern? meine haar in einer neuen farbe nachwachsen lassen? werde ich mir neue hobbies suchen müssen?
was, wenn mir plötzlich meine kleider und schuhe nicht mehr passen? was, wenn mich meine eigene mutter nicht mehr erkennt?

wenn es über nacht passiert, sollte ich vielleicht gar nicht mehr ins bett gehen.
ich bin paranoid.

20.12.07 16:14, kommentieren

samstag abend - die SLUB

am samstag - mensch!slub wir wollten eigentlich ganz harmlos abendbroten und dann meinte meine begleitung, sie hätte grad noch das bedürfnis ... also sie meinte, die slub wäre das, was ihr heut abend echt gut täte. also bin ich mit.
also waren wir da, wo sich samstag abend alle angesagten leute treffen: in der SLUB - Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden - die größte partylocation landesweit!
eintritt: frei wenn man die "clubcard" besitzt
garderobe: 1 € für schließfächer
essen und trinken: auf allen floors verboten, wasser für erhitzte körper erlaubt
öffnungszeiten: mo-sa von 8 bis 24 uhr
an der bar? kein gedränge, gesittetes anstehen und kompetentes personal - da wird keiner lange aufgehalten
wen man trifft? sexy bücherwürmer, sweete staubmäuse, konservative bibliothekarinnen ... ein kommen und gehen
was man hört? kein technogebrülle, kein rock, bei dem dir andere auf die zehen springen ... nein - die slubmusik ist so leise, dass man sich dabei sogar UNTERHALTEN kann ... gefühlvoll untermalt vom leisen rascheln der seiten
location? warmes braun, intellektuelles design (bücherregale an allen wänden), gemütliche drehstühle und clubsessel
drogen? durchsichtige tüten mit modischem slub-aufdruck bekommt man an allen ecken zugesteckt ...

hast du auch lust bekommen? dann schau doch mal vorbei, wenn es so richtig schön leer ist (samstag 23 uhr) ...

1 Kommentar 19.11.07 15:43, kommentieren

wann baut man aus der 61 endlich die sitze aus?

Wann baut man aus der 61 endlich die sitze aus?
Das ist die - für den laien rätselhaft erscheinende und dennoch - existenzielle frage, die sich tausende studenten der TU dresden im moment täglich stellen.

Im frühjahr scheinen alle probleme noch in weiter ferne zu liegen, auch der sommer geht ohne weiteres vorüber und hinterlässt nur vage den geschmack gemischten schweißes auf der zunge. Doch wenn im herbst nach den rotgelben blättern die ersten novembertröpfchen fallen und das thermometer eine magische grenze unterschreitet, geschieht plötzlich alles gleichzeitig: die zeitumstellung trifft auf einfallende morgendliche dunkelheit und einen fahrradlampenschädigungsvirus, die 61 wird von vereinzelten studenten geringfügig häufiger auf dem hochschulgelände gesichtet und erscheint als geringfügig leerer als im durchschnitt, wodurch die illusion entsteht, es gäbe noch freie kapazitäten, was sich wie ein lauffeuer ausbreitet und ... die bikini-diäten des sommers schlagen plötzlich an, wodurch die weibliche studentenschaft an gewicht verliert und dadurch die gefühlte temperatur 10% unterhalb der realen ansiedelt.
Die belegschaft erlebt eine kollektive schlaflose nacht, an deren dämmerndem ende die folgenschwere entscheidung steht: ab heute fahr ich mit dem bus!

Und so treffen sich allmorgendlich an den bushaltestellen der hochschullinie 61 mehr menschen als bei einer studentenvollversammlung. Bereits wenn die türen sich zum ersten mal schwerfällig öffnen, , entsteht ein sog wie bei der „reise nach jerusalem“, wenn die musik ausgeht. Nicht einmal für eine schwangere hundertjährige würde jetzt noch einer aufstehen. Stehplätze sind rar. Ab der nächsten haltestelle rückt man dichter zusammen und erhascht einen hauch vom parfum der nachbarin. Dann legt man die hände auf die schultern des ältere herrn vor sich; wenn sich jetzt alle auf die knie des hintermannes sinken lassen würden, hätten alle einen sitzplatz ... Völlig fremde menschen legen einander den arm um die schultern und neigen die köpfe wie zum kuss. inzwischen müssen taschen und kleine kinder über den kopf gehalten werden. Über die stangen mi halteschlaufen werden bretter gelegt um eine zweite ebene zu schaffen. Ein sommerliches gefühl kommt auf, temperatur, geruch und luftkonsistenz geschuldet. An der nächsten station steigt regelmäßig die „frau mit kinderwagen“ zu.

Doch da wir es bei studenten mit der elite der gesellschaft zu tun haben, werden kreative wege aus der misere erfunden: busfahrpläne ausgetauscht, von hackenden informatikern sogar im internet verändert; gefakete telefonketten eingesetzt um ausgefallene stunden zu simulieren, mitbewohner mit besenstielen unter der türkinke am verlassen der wohnung gehindert ...

schließlich bildet jeder seine eigene paranoia aus. harmlose unterhaltungen über das wetter beginnen, schizophrene denkvorgänge hervorzurufen. „morgen soll es noch einmal wärmer werden“, sagt vielleicht ein kommillitone. „ach“, antwortet man und überlegt: warum sagt er mir das? Na klar, er will mich in sicherheit wiegen. Spekuliert darauf, dass ich mich in erwartung wärmerer witterung aufs fahrrad fahren einstelle, dann morgen länger schlafe, viel zu spät für den bus das haus verlasse um dann festzustellen, dass er mich belogen hat um MEINEN platz in der gepäckablage zu besetzen ... „ich fahr rad“, sagt man dann, um am nächsten morgen extra früher aufzustehen, mit dem rad an die starthaltestelle der 61 zu fahren um besagtem kommillitonen dann hämisch grinsend über die köpfe hunderter anderer zuzuwinken, wenn sich die tür vor seiner nase schließt.
Doch mich geht das alles nichts an – ich hab eine wetterfeste jacke.

5.11.07 12:27, kommentieren

my home is my castle

wer mich kennt, weiß vielleicht, dass ich immer überall eine basis brauche. wo immer ich bin, muss erstmal festgelegt werden: das ist meins, mein platz, mein ort zum schlafen, MAINS! statt auf den boden zu pinkeln oder exkremente in alen vier ecken zu verteilen, mach ich mir die mühe, die sache etwas weiblicher zu gestalten, oder zivilisierter oder wie manns nennt. selbst in jugendherbergen muss MEINE bettwäsche drauf, MEINE hausschuhe vors bett und alle bücher, die sich in meiner tasche finden, aufs regal.
jetzt allerdings greifen tiefere instinkte, denn dieses neue - mein - wg-zimmer verlangt nach tieferen ritualen. diese gefühlten 12 m² verlangen nach individueller handhabung, kreativem geist ...
"und mag dein kreis auch noch so klein sein, so erfülle ihn wenigstens mit deinem ganzen wesen"
die erste nacht verbrachte ich auf einer fremden matraze im ansonsten leeren zimmer.
am zweiten tag der kleiderschrank entdeckt und der koffer geleert. mitgebrachte bücher aufs fensterbrett und in schöner reihe auf den fußboden. dann studentische grundnahrungsmittel wie brot, marmelade und lätta eingekauft und poster an den wänden verteilt.
dann passierte eine ganze zeit lang nichts. ab und zu brachte ich aus der kalten draußenwelt ein prospekt, einen flyer, einen stadtplan mit. manchmal ein bisschen käse, ab und zu ein neues buch aus der bibliothek, das meinen grundstock kurzfristig auffüllten.
und dann kamen meine eltern. ikea - DAS klischee - und doch bin auch ich ihm erlegen. mit familienvan räumten wir das möbelhaus aus und nun gibt es in meiner residenz ein riesiges bücherregal und sogar einen tisch! wer hätte das gedacht? 13 jahre lang habe ich meine hausaufgaben (haha) auf dem bett gemacht und jetzt muss ich mich noch an sowas gewöhnen!
und bücher brachten sie mit, zumindest einen wäschekorb voll ... wie leicht man kinder glücklich machen kann!
tadaa ... was jetzt noch fehlt? besuch natürlich!

2.11.07 12:49, kommentieren

es geht los, es geht weiter, wir sind am start!

mo ... jetzt hatte ich eine kleine schreibpause, das mag daran liegen, dass ich erst zwei wochen auf nem telekommunikationslosen seminar war und mich danach in einem loch befand. sozusagen. erst am 2. oktober entschloss es sich quasi fast wie von selbst, was, wie, wo und wann mein leben so weitergeht.
und jetzt ist es raus! das wann ist der 2. oktober, das was ist erziehungswissenschaften, das wie ist ein gott-sei-dank-diplom und das wo heißt dresden.
über die facts des studentenlebens im großen und ganzen, klein und fein demnächst hier ...

15.10.07 14:05, kommentieren

umzug

yo, ich bin heute ein wenig sehr melancholisch. wir haben den ganzen tag geschuftet, denn dadurch, dass keine JEVs mehr in die wohnung kommen, müssen wir noch mehr tun.
für JEVs hätten wir zb cornflakes, mehl, zucker, erbsen, nudeln, öl ... stehen lassen (die müssen wir jetzt essen), lampen, bettwäsche, vorhänge, handtücher und den kicker freudig dagelassen (das bekommen wir nur in unseren koffern nicht mit) und sogar gern überall gestaubsaugt und gewischt(jetzt ungern, wie immer) ...
es ist schon traurig, zu wissen, dass wildfremde leute jetzt unsere schöne wohnung benutzen, den toaster, die waschmaschine, die hübschen gläser und tassen. unsere selbsgehäkelten topflappen, mein tolles 4 m²-bett, die kerzenbank im wohnzimmer und die sonnenblumen in der küche ...
und auch die möglichkeiten, mal nach augsburg zu kommen und als Ex-JEVs freudig aufgenommen zu werden, ins besucher-buch zu schreiben und zu beobachten, wie sich unsre zimmer verändert haben ... alles das bleibt uns verwehrt!
und dann noch diese abschiede! ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich in diese stadt verliebt habe. die innenstadt! die römerüberreste! der dom und der hofgarten! das kopfsteinpflaster! die bibliothek und die nachtbeleuchtung! meine kollegen, der fahrradweg zur arbeit, all unsere besucher und der FCA ....
das wird mir alles so schrecklich fehlen. ich kann schon gar nicht mehr durch die straßen fahren ohne zu denken "das ist jetzt das letzte mal" ... dass das alles so niederschlagend enden muss!
selig die trauernden, denn sie werden getröstet werden. was mich noch tröstest ist die aussicht auf die abschlusswoche ...
buhu

25.8.07 20:57, kommentieren